Miesbacher Merkur: Mega-Maschine für Moralt, Umsatz der Haushamer Türen-Macher steigt um 20 Prozent – Neues CNC-Zentrum

Miesbacher Merkur: Mega-Maschine für Moralt, Umsatz der Haushamer Türen-Macher steigt um 20 Prozent – Neues CNC-Zentrum

2022-07-25 21:33

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Hörten erfreuliche Zahlen: die Aktionäre der Moralt AG aus Hausham bei der Hauptversammlung.
Es spricht der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Harry Henningsen.

HAUPTVERSAMMLUNG Umsatz der Haushamer Türen-Macher steigt um 20 Prozent – Neues CNC-Zentrum

Hausham – Diese Investition soll die Tür in ein neues Produktionszeitalter aufstoßen: Eine gute Dreiviertelmillion Euro kostet das neue CNC-Bearbeitungszentrum, mit dem die Moralt AG aus Hausham ihre Türenfertigung fit für die Zukunft machen will. Ende September soll die zwölf Meter lange und vier Meter hohe Maschine der in der Nähe von Coburg beheimateten Herstellerfirma Reichenbacher in eine der Hallen des Unternehmens an der Oberen Tiefenbachstraße einziehen, berichtet Vorstand Klaus Feile. Insgesamt 36 Türen könnten hier pro Tag im Zweischichtbetrieb bearbeitet werden.

Klaus Feile, VOrstand der Moralt AG

Klaus Feile
Vorstand der Moralt AG

Eine mangelnde Auslastung seiner neuen Maschine muss Moralt wohl kaum fürchten. Um 20 Prozent sei der Umsatz im Jahr 2021 gewachsen, teilte Feile kürzlich bei der Hauptversammlung den 15 Aktionären mit. Die Moralt-Aktie sei um 11,5 Prozent im Wert gestiegen. 68 Prozent des Geschäfts habe das Unternehmen im Export erzielt. Die Eigenkapitalquote betrage 66 Prozent. Trotz der pandemiebedingt widrigen äußeren Umstände habe man 2021 „erfolgreich gewirtschaftet.“

Auch deshalb hofft der Vorstand, der aktuell 80 Prozent der Firmenanteile hält, auf weitere Aktionäre. Im Rahmen des laufenden Mitarbeiterbeteiligungsprogramms werde man jedem Bezugsberechtigte weitere Pakete anbieten. Ziel sei, die derzeit 39 Mitarbeiter durch die mit den Aktien verbundenen Eigentums-, Stimm- und Vermögensrechten stärker in die Unternehmensentwicklung einzubinden. Moralt-Anteile seien eine „solide Investition“, betonte Feile.

Das soll auch für das neue CNC-Bearbeitungszentrum gelten. Umdieses in der Halle unterzubringen, sei ein größeres „Möbelrücken“ nötig gewesen, teilt der Vorstand augenzwinkernd mit. Kein Wunder, hat doch allein der Frästisch eine Länge von sieben und eine Breite von 2,2 Metern. An ihm können zwei Türen parallel bearbeitet werden, erklärt Feile. 61 verschiedene Werkzeuge stünden dafür zur Verfügung. Die neue Technik ermögliche es Moralt, sämtliche internationalen Normen und Zertifizierungen des Einbruchsund Brandschutzes sowie der Schalldämmung direkt im Bausatz aus Türblatt, Türstock und Zubehör umzusetzen. Handwerkliche Schreinereien müssten sich dadurch nicht selbst um die komplexen rechtlichen Vorgaben kümmern und erfüllten dennoch die aufwendigen Vorstellungen der Architekten.

Weil eine Maschine alleine noch keinen Türrohling bearbeiten kann, sucht Moralt ständig neues Personal. „Aktuell suchen wir noch einen CNC-Maschinisten für die neue Maschine“, sagt Feile. Bis Ende September solle dieser gefunden sein.

 

Quelle: Miesbacher Merkur (Freitag, 22. Juli 2022)

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